Matchday 12: SVSM – BC Huisheim 2:1 (1:1)

Wandlung zur Zitterpartie

Erste macht es gegen die Rote Laterne unnötig spannend – Gegner aus Huisheim verirrt sich in der Sportart – Reserve mit 1:1-Remis

 

Der SVS/M landete erstmals in dieser Saison zwei Siege hintereinander und kommt so langsam wieder an das Spitzenquartett heran. Personell fehlte immer noch Jürgen Schneller (Rücken) und Thomas Mädler (Reha nach Nagelschaden). Johannes Regele nahm zunächst auf der Bank Platz. Steffen Stockinger schickte somit die gleiche Elf ins Rennen, die auch schon gegen Ederheim siegreich war.

Bei stürmischen Verhältnissen startete der SVSM auch stürmisch in die Partie. Mit dem Wind im Rücken hatte man das Schlusslicht die erste Halbzeit spielerisch im Griff. Die erste Chance bot sich Torjäger Benedikt Deubler, der aber freistehend vorm Gästetormann leichtfertig den Ball übers Tor lupfte. (8.) Anschließend hatte Matthias Tengler die Chance, doch sein Schuss war zu lasch und flog am rechten Pfosten vorbei. (15.) Der schon in Ederheim zum „Man of  the Match“ gewählte Bernd Michel erlöste die Hausherren dann mit einem strammen Schuss aus 18-Metern ins linke untere Eck. (17.) Dann aber machte man wieder den Fehler, nicht weiter nach vorne zu spielen und nutzte dazu noch die Gunst des Rückenwindes. Das Resultat: viele lange und weite Bälle, welche ein Kombinationsspiel unmöglich machten. Der SVSM kam so etwas aus dem Tritt und der Gegner aus Huisheim erspielte sich eine seiner wenigen Chancen. Zunächst aber hatte Fabian Kusche die Chance zu erhöhen, doch sein Ball wurde gerade noch von der Linie gekratzt. (34.) Anschließend brachte eine unnötige Ecke den völlig überraschenden Ausgleich für die Gäste: Philipp Strasser köpfte Fabian Kusche an, von dessen Kopf der Ball unglücklich im eigenen Kasten landete. (37.) Eine Verkettung von Zufall und mangelnder Konsequenz der Hausherren. Mit dem Remis ging es in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel suchten die unfairen Gäste aus Huisheim ihr Heil in anderen Mitteln: Grätschen, Schwalben und große Reden waren nun an der Tagesordnung. Doch der gute Schiedsrichter Heinz Raab aus Meitingen war jederzeit Herr der Lage und wieß selbige in die Schranken. Das Spiel wurde indes ein wenig zerfahren: Der SVSM spielte nun gegen den Wind und hatte so seine Probleme damit. Chancen waren bis auf den Schuss aus 16 Metern von Matthias Tengler Mangelware. (54.)  Daniel Eber hatte aus der Distanz dreimal die Chance, jagte den Ball aber ein ums andere Mal in die Wolken. Ein plumper Versuch eines Gästestürmers gegen Heimkeeper Macho, einen Elfmeter zu schinden, hatte keinen Erfolg. Nach mehreren Fouls flogen folgerichtig zwei Gästeakteure mit der Ampelkarte vom Platz. (85.) Der SVSM warf nach den Einwechslungen von Johannes Regele, Nico Tengler und Matthias Hertle nun alles nach vorne und wurde schlussendlich belohnt: Benedikt Deubler hämmerte den Ball zunächst an die Latte, bekam den Ball aber kurz darauf noch einmal vor den Schlappen und jagte den Ball samt Torwart zum erlösenden „Lucky Punch“ in die Maschen. (90. + 3) Der Gästetorwart verlor nun völlig die Nerven und schlug den Ball in den jubelnden Rudel der Hausherren. Schiedsrichter Raab entging die Szenen nicht und schickte den eigentlich besten Gästeakteur vom Feld, allerdings „nur“ mit Gelb-Rot. Nach heftigen Beschwerden eines Gästeverteidigers flog auch dieser mit der Ampelkarte hinterher. Die letzten beiden Minuten hieß es nun elf gegen sieben. Doch diese sieben holten noch einmal einen Freistoß an der Mittellinie heraus, welcher hoch vor den Kasten von Macho getreten wurde. Dieser aber konnte den Ball sicher fangen und den Schlusspfiff abwarten.

Der SVS/M siegte verdient gegen vor allem im Verhalten extrem schwache Gäste aus Huisheim, die nicht zu Unrecht am Tabellenende stehen. Spielerisch hatte Huisheim durchaus Ansätze. Die Hausherren machten es unnötig spannend, indem sie es verpassten, das zweite Tor in der ersten Halbzeit nachzulegen. Doch glücklicherweise ist auf Knipser Benedikt Deubler Verlass.  

 

Tore: 1:0 Bernd Michel (17.), 1:1 Phillip Strasser (36.), 2:1 Benedikt Deubler (90. + 3)

 

Aufstellung: Macho – Uhl, Schwarzländer, Eber D., Kienberger – Tengler M. (75. Tengler N.), Dippner, Michel, Kusche (78. Hertle M.), Eber Ph. (80. Regele) – Deubler